Das Lymphsystem
Das Lymphsystem ist ein wichtiges Gefäßsystem. Feine Gefäße spannen sich wie ein Netz durch den gesamten Körper. Sie transportieren Flüssigkeit ab, die sich bei Stoffwechselvorgängen im Gewebe sammelt, und filtern sie.
Wann Lymphdrainage verordnet wird
Ist der Abfluss gestört, sammelt sich Gewebeflüssigkeit an – das zeigt sich als Schwellung. Häufig tritt das nach der Entfernung von Lymphknoten auf, aber auch nach Unfällen, bei Blutergüssen oder wenn das Lymphgefäß selbst erkrankt ist. Lymphdrainage wird von speziell ausgebildeten Physiotherapeuten auf ärztliche Verordnung durchgeführt.
So läuft die Behandlung ab
Mit speziellen Handgriffen – rhythmisch, kreisend und pumpend, mit sehr geringem Druck – verschieben wir die Flüssigkeit in Richtung Hals. Über die Atmung und das Anregen entfernt liegender Lymphknoten entsteht eine Sogwirkung, die den Abtransport unterstützt. So kann das Gewebe abschwellen und wieder weicher werden, Schmerzen können nachlassen und die Beweglichkeit kann sich verbessern.
Nach der Behandlung
Damit die Flüssigkeit nicht in bereits entstaute Bereiche zurückfließt, werden im Anschluss meist Kompressionsverbände angelegt oder Kompressionsstrümpfe verordnet.
Häufige Fragen
Was bedeutet „MLD-30“ oder „MLD-45“ auf dem Rezept?
MLD steht für Manuelle Lymphdrainage, die Zahl für die Behandlungsdauer in Minuten (30, 45 oder 60).
Behandeln Sie gesetzlich und privat Versicherte?
Ja. Wir freuen uns über jeden Patienten – egal ob privat oder gesetzlich versichert.
Was soll ich zur Behandlung mitbringen?
Ihr Rezept, Ihre Versichertenkarte und bequeme Kleidung.